Lerngruppe vor der Universität

Hi, bei dir steht die Prüfungsphase vor der Tür und du weißt gar nicht wo du anfangen sollst? Hier teile ich ein paar Tipps mit dir, die ich mir selbst dabei helfen, den Überblick beim Lernen zu behalten und alles zu schaffen.

  1. Ausreichend Schlaf
    Unser Gehirn lernt, indem es Dendriten entwickelt – das sind die Verästelungen an unseren Gehirnzellen. Und dieser Vorgang passiert während wir schlafen. Ausreichend Schlaf – mind. 7 Stunden die Nacht – ist also die Grundlage für dein erfolgreiches Lernen.
  2. Das Ende am Anfang
    Überlege dir, wie die Klausur aussehen wird. Hat der Prof etwas zum Aufbau der Klausur gesagt? Gibt es Altklausuren von dem Lehrstuhl oder bei der Fachschaft deines Studiengangs? Du kannst auch einfach jemanden aus einem höheren Semster fragen, wie die Klausur aussieht. Oder du überlegst gemeinsam mit deinen Kommilitonen, was klausurrelevant ist. Wichtig ist, dass du herausfindest, worauf es in der Klausur ankommt und wie das Wissen abgefragt wird, z.B. in Form von Verständnisfragen, Multiple-Choice-Fragen und welche deiner Lernmaterialien dich am besten auf die Prüfung vorbereiten.
  3. Überblick
    Wenn du weißt, welche Lernmaterialien wichtig sind für die Klausur, solltest du am besten alle unterteilen, z.B. nach Vorlesungen oder Übungen. Dann kannst du dir alle wie To Dos auf einen Zettel schreiben und schon hast du eine Übersicht, was du in deiner Prüfungsvorbereitung machen solltest.
  4. Das wichtigste zuerst
    Nun gibt es sicherlich einige – und ich selbst gehöre auch gerne mal dazu- die den Lernstoff immer erst durchlesen. „Ich schreibe mir erst einmal eine Zusammenfassung zu den Vorlesungsfolien“ etc. Die Frage die du dir dabei selbst stellen solltest ist: Was muss ich in der Klausur machen? Vorlesungsfolien zusammenfassen? Vermutlich nicht. Wenn ich in der Klausur Rechenaufgaben lösen muss, dann übe ich gleich die Rechenaufgaben, wenn ich Zusammenhänge und Theorien erklären muss, dann erkläre ich diese Theorien. Das Vorlesungsskript durchzulesen ist wenig effektiv und du übst nicht das, worauf es wirklich drauf ankommt.
  5. Motivation
    Tja, das ist so eine Sache. Irgendwie erwartet jeder von uns immer, dass die Motivation vom Himmel in unseren Kopf regnet. Motivation entsteht während des Lernens selbst, wenn du etwas verstehst und ein kleines Erfolgserlebnis hast. Du musst nur die ersten 10 Minuten durchhalten, dann kommt die Motivation von alleine.
  6. Deine Zeit ist kostbar
    Deine Zeit – und besonders deine Lernzeit – in der Prüfungsphase ist kostbar. Deshalb möchtest du sie so gut und effektiv nutzen, wie es nur geht. Effektivität erreichst du durch Konzentration auf eine Aufgabe. Wir Menschen können uns immer nur auf eine Sache zu einer Zeit konzentrieren, deshalb ist es wichtig, beim Lernen alle Ablenkungen aus dem Weg zu räumen. Flugzeugmodus lässt grüßen.
  7. Pomodoro-Pausen
    Nachdem du ein Lernintervall von z.B. 25 Minuten abgeschlossen hast, solltest du dir eine kleine Pause gönnen. Geh 5 Minuten raus an die frische Luft, hol dir einen Tee oder schließe die Augen und mach einfach nichts. Diese Aufteilung in 25 Minuten Lernen und 5 Minuten Pause nennt sich Pomodoro-Technik und ist sehr effektiv beim Lernen. Du wiederholst das ganze drei mal und machst dann eine längere Pause.
  8. Gemeinsam zum Ziel
    Manchmal hast du einfach keine Lust aufs Lernen? Oder du verstehst diese eine Frage einfach nicht? Diese beiden Probleme können wir leicht mit einer Klappe schlagen – und zwar mit einer Lerngruppe! Frag doch mal herum, wer deiner Kommilitonen auch gerade dasselbe Fach lernt und macht dann ein Treffen in der Bib aus. Am besten machst du das mit Leuten, die nicht deine allerbesten Freunde sind, weil du mit denen zu gerne über andere Dinge redest und sie dich eventuell vom produktiv sein abhalten.
  9. Lern-Belohnungen
    Unser Gehirn wiederholt die Dinge gerne, für die es belohnt wird. Nachdem du ein Lernintervall geschafft hast, solltest du dir deshalb auf jeden Fall eine kleine Belohung gönnen, damit dein Gehirn Lernen mit etwas Positivem verbindet. Das kann wirklich alles sein, z.B. ein leckeres Sandwich essen, ein Youtube-Video anschauen, eine Runde Kicker spielen etc.
  10. Positive Einstellung
    Ja, Lernen nervt manchmal und dann hast du wirklich keine Lust darauf. Das ist völlig oke so, ich möchte nur kurz zwei Dinge dazu anmerken. Erstens solltest du dich nicht dazu zwingen, denn dann wird das sowieso nichts. Zweitens solltest du dir das Lernen gleichzeitig nicht schlimmer reden als es eigentlich ist. Statt „ich muss lernen“ „ich möchte lernen“ zu sagen macht einen großen Unterschied und mit einer positiven Einstellung lernst du viel leichter.

Vielen lieben Dank fürs Lesen, ich hoffe, dir helfen die Tipps ein Stück weiter! ^^

Falls du Fragen hast oder mehr wissen möchtest, schreibe gerne einen Kommentar oder melde dich bei mir unter kontakt@neuroo.de. Viel Erfolg & Spaß beim Lernen!

Deine Maike

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